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Denkmal für Adam Mickiewicz

Kurzbeschreibung

Es besteht kein Zweifel, dass jeder, der gerne liest, den Namen von Adam Mickiewicz kennt.

Am linken Ufer des Flusses Vilnelė, auf dem Platz zwischen der Bernardiner-Kirche und der St.-Michaelis-Kirche in der Maironio-Straße  können Sie das für ihn errichtete Denkmal sehen. Übrigens, diese Skulptur ist eine der meistbesuchten Skulpturen in Vilnius!

Die Komposition des Denkmals besteht aus einem 0,57 m langen rechteckigen Sockel mit der Inschrift in litauischer Sprache „Adomas Mickevičius“ und einer 4,5 m hohen Skulptur aus Granit.

Der Dichter wird dargestellt, als ob er nachdenkt und sich auf eine niedrige, horizontal in zwei Teile geteilte Säule stützt. Die zwei Teile symbolisieren sein Leben in der Heimat und im Exil, seine Zugehörigkeit zur polnischen und litauischen Kultur. Das Denkmal wurde von dem Bildhauer Gediminas Jokūbonis und dem Architekten Vytautas Čeknauskas errichtet und im Jahr 1984 enthüllt.

Das Denkmal ist eine der „sprechenden Skulpturen von Vilnius“. Das erkennt man an der blauen Tafel am Sockel der Skulptur., Sie lädt dazu, der Skulptur beim Erzählen zuzuhören. Wählen Sie eine der beiden Möglichkeiten auf der Tafel für Ihr Smartphone: Scannen Sie den QR-Code oder geben Sie die angegebene URL-Adresse ein.

Kurze Geschichte

Adam Mickiewicz (1798-1855) ist ein berühmter Dichter der litauischen und polnischen Romantik. Seine Herkunft, sein Leben, seine Tätigkeit und sein Schaffen sind eng mit Litauen, der litauischen Geschichte und der litauischen Kultur verbunden. Der Schriftsteller stammt aus einem alten Stamm litauischer Adliger (Szlachta), der in der Gegend von Rodūnė lebte. Mickiewicz betrachtete sich als Staatsbürger des litauischen und des polnischen Staates, er schrieb in polnischer Sprache, bezeichnete jedoch Litauen als seine Heimat.

Das erste Denkmal für den Dichter Adam Mickiewicz wurde 1899 heimlich in der Johanneskirche errichtet. Man hatte sich für diesen Ort entschieden, weil die damalige zaristische Regierung den Bau von Denkmälern in der Stadt verboten hatte. Zwar gab es schon vorher Versuche, eine Skulptur für den Dichter in der Stadt zu errichten, aber alle waren gescheitert.

1996 wurden sechs Flachrelief-Tafeln hinter dem Denkmal für Adam Mickiewicz aufgebaut, die Szenen aus seinem Werk „Die Totenfeier“ schildern: „Beim Senator“, „Geist eines bösen Herrn“, „Konrads Zelle“, „Auf dem Friedhof“, „Konrads Treffen mit dem Priester Peter“ und „Der Weg ins Exil“. Am 23. August 1987 versammelten sich rund 3.000 Menschen am Adam-Mickiewicz-Denkmal, um schweigend gegen den Ribentrop-Molotow-Pakt zu protestieren. Diese Kundgebung löste tatsächlich die Wiedergeburt Litauens aus.

Adresse:
Maironio g., Vilnius 01124Google Maps
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