Gedenkkomplex des Tuskulėnai-Friedensparks

Die Gedenkstätte im Tuskulėnai-Park der Ruhe ist eine Außenstelle des Museums der Okkupationen und Freiheitskämpfe. Sie ist ein einzigartiger Ort, an dem zwei völlig unterschiedliche Epochen aufeinandertreffen: eine glanzvolle Vergangenheit und die Spuren schwerer Verbrechen.

Das im 16. Jahrhundert gegründete Gut Tuskulėnai besaß den Status eines königlichen Landguts. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zählten seine prachtvollen klassizistischen Herrenhäuser zu den bedeutenden kulturellen Zentren von Vilnius. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Gelände jedoch als Zeugnis der Brutalität und Grausamkeit der sowjetischen Besatzungsmacht. Hier wurden zwischen 1944 und 1947 die Leichen von Menschen heimlich verscharrt, die im inneren Gefängnis des NKGB (später MGB) hingerichtet worden waren.

Zum Gedenkkomplex gehören die Kapelle mit Kolumbarium, die letzte Ruhestätte der Opfer des sowjetischen totalitären Regimes, der Tuskulėnai-Park der Ruhe, das Herrenhaus von Tuskulėnai mit dem Wirtschaftsgebäude, das Weiße Herrenhaus sowie die St.-Theresia-Kapelle.

Im Herrenhaus befindet sich die Dauerausstellung „Projekt HOMO SOVIETICUS“, die die Methoden und Bestrebungen des sowjetischen totalitären Regimes veranschaulicht, eine neue soziale, kulturelle und politische Ordnung zu schaffen. Im Weißen Herrenhaus ist ein Brennofen für Baukeramik aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, in dem Ziegel für den Bau der St.-Peter-und-Paul-Kirche gebrannt wurden. Die Ausstellung „Die Geheimnisse des Guts Tuskulėnai“ im Keller des Gebäudes beleuchtet den vom sowjetischen totalitären Regime geschaffenen Mechanismus zur Verhängung und Vollstreckung von Todesurteilen.

Adresse:
Žirmūnų g. 1F, 1N, Vilnius 09239Google Maps
Öffnungszeiten:

III-VI: 10:00-18:00
VII: 10:00-17:00
I, II: Geschlossen

Preis:

6 € für Erwachsene
3 € für Studenten, Senioren