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Literatų-Straße

Kurzbeschreibung

Die Literatų-Straße ist ein besonderer Anziehungspunkt für Litauer und Touristen, es ist ohne Zweifel einer der meistbesuchten Orte in der Altstadt. Vermutlich hat diese Straße den Namen “Literatų” erst in der ersten Hälfte des 19. Jh. erhalten, und zwar zu Ehren von Adam Mickiewicz. Der Dichter lebte am Anfang der Straße, wovon auch drei Gedenktafeln an dem entsprechenden Haus zeugen, je eine auf Litauisch, Russisch und Polnisch.

2008 kam eine Künstlergruppe auf die Idee, die Straße wiederzubeleben und sie mit Kunstwerken zu schmücken, die sich auf Schriftsteler beziehen. In der Straße wurde eine Wand feierlich eingeweiht, an der die Arbeiten der Maler und anderen Künstlern angebracht wurden, die im Laufe von zwei Jahren –entstanden waren: Platten aus Metall, Holz und Glas sowie andere kleine Objekte.

In der Literatų-Straße gibt es ein Zentrum für moderne Kunst (Literatų Str. 8).

Kurze Geschichte

In Urkunden vom Ende des 18. Jh. wird die Literatų-Straße noch Hl. Michael-Gasse genannt. Mitte des 19 Jh. findet sich ein neuer Straßenname: Pokrovo-Straße, der sich auf die orthodoxe Kirche St. Pokrov bezieht. Sie stand einst, vom 14. bis 16. Jh., am Ende der Straße (wo sich heute des litauische Bildungs- und Wissenschaftsministeriums befindet). Den heutigen Namen erhält die Straße erst Anfang des 20. Jh., da es hier Druckereien und kleine Buchhandlungen gegeben hat. 

Eine andere Version zur Entstehung des Straßennamens ist mit Adam Mickiewicz verbunden. Hier in dieser Straße mietete er ein Zimmer auf dem Dachboden eines dreistöckigen Hauses. Dort war seine Herberge auch in der Zeit der Ereignisse von 1823, als man die Mitglieder der Filomaten, einer illegalen geheimen Studentenorganisation in Vilnius verhaftete. Mickiewicz wurde im Oktober festgenommen und im Basilianerkloster inhaftiert.

Zwischen 2009 und 2014 lief das „Projekt der Literatų-Straße“. Am 28. Mai 2011 weihte man feierlich eine Wand ein, an der die Arbeiten von Malern und anderen Künstlern angebracht wurden. Im Laufe von zwei Jahren waren Platten aus Metall, Holz und Glas sowie andere kleine Objekte Entstanden, die Schriftstellern gewidmet waren.

Danguolė Butkienė, die ehemalige Direktorin einer Reiseagentur, ist davon überzeugt, dass die Literatų-Straße unbedingt den Literaten gewidmet sein sollte. Und das Gedicht „Literatų-Straße“ von Aidas Marčėnas, einem Essayisten und Literaturkritiker, ist zum Leitmotiv dieses Straßenprojekts geworden.

Adresse:
Literatų g., VilniusGoogle Maps
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