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Die Skulptur „Laternenanzünder“

Kurzbeschreibung

Eine seltsame Statue in der Nähe des Glockenturms in der Šv. Jonų Straße [vok. Šv. Jonų-Straße] ist eine Diplomarbeit von Vytautas Nalivaika, einem ehemaligen Studenten des Kunstinstituts (jetzt Kunstakademie Vilnius).

Die Skulptur „Laternenanzünder“ von Vytautas Nalivaika zeigt einen Mann mit erhobenen Händen, als ob er andeuten möchte, dass das Licht von oben kommt, aber dass er auch dazu beitragen kann, die Nacht zu erhellen und den Menschen mehr Mut zu verleihen. Die Figur des „Laternenanzünders“ steht auf einem ungewöhnlich hohen Sockel. Das Bild dieser Skulptur schmückte die Titelseite einer Publikation, in der Vilnius als Kulturhauptstadt Europas präsentiert wird.

Besonders mysteriös wirkt die Skulptur am Abend, wenn die Straßenlaternen leuchten. Im Jahre 2008 hat ein unbekannter Straßenkünstler den Schatten, den der Laternenanzünder zu einer bestimmten Tageszeit wirft, auf ein nahe gelegenes Gebäude gezeichnet.

Kurze Geschichte

Die Skulptur „Laternenanzünder“ hat nicht wirklich etwas Ungewöhnliches an sich. Sie vermittelt einfach das Tempo und gleichzeitig die Einfachheit des Lebens eines Laternenanzünders – des Vertreters eines längst ausgestorbenen Berufes. Damals war der relativ einfache, aber mühevolle Beruf etwas Einzigartiges.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Vilnius Laternenanzünder für die Gaslampen auf den Straßen.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die städtischen Laternen von 15 bis 20 Laternenanzündern bedient. Um die privaten Laternen kümmerten sich Hofwächter. Um Geld zu sparen, wurden später Feuerwehrleute für die Arbeit von Laternenanzündern engagiert. Die Dienstleistungen der Laternenanzünder wurden auch nach der Eröffnung des Gaswerks noch gebraucht. Die Laternenanzünder des Gaswerks beaufsichtigten die Gaslampen.  Die Spirituslampen, Terpentinlampen und Petroleumlampen wurden von etwa 20 Feuerwehrleuten beaufsichtigt. Am 22. Oktober 1864 gab es in Vilnius 307 Gaslampen. Nur der zentrale Teil der Stadt, die Altstadt und die Hauptplätze, wurden mit Gaslampen beleuchtet. Später wurden sie durch Petroleumlampen ersetzt, wodurch die Kosten der Stadtbeleuchtung halbiert wurden. Die Ära der Gasbeleuchtung dauerte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Adresse:
Šv. Jono g., Vilnius 01123Google Maps
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